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Mein Leben mit nackten Füßen
WortBilder

Ein Auswahl meiner Gedichte

unsortiert und ungeordnet, so wie ich eben bin


Der erste Gedanke morgens, wenn ich aufwache, ist wie ein zartes Flüstern und heißt Gitte. Dann erst kommt alles andere, der Tag, der Alltag, die Probleme, das Lachen, die Freude, auch der Ärger, usw. Während ich unter der heissen Dusche stand , war mein Herz Dir ganz nah, weil es von Dir bei unserem Telefonat mit einem einzigen Wort liebevoll gekost wurde: Wiedergefunden, ein Wort nur, aber wie Du es aussprichst und wie ich es auch fühle, klingt es wie die Erfüllung einer langen Sehnsucht und Suche.

 


Neubeginn


Sie fiel in mein Leben

Wie der Frühling

In den Winter

Eine blaue Blüte

Im tauenden Schnee

Von blasser Farbe noch

Am frühen Morgen.

Doch sie erstarkt

In leuchtender Kraft

Berührt vom ersten Strahl

Der Morgensonne

Der Botin des neuen Tages



Wilfried Krüchten

Februar 2006




21 Grad

Mildes Licht

Gebrochener Schein

Sonne

Hinter buntem Baum

Gelbe Astern im Topf

Blühende Rosen

Am wilden Strauch

Kein Hauch und Wind

Oktobertag

Wärmender Tag

Tage des Verlustes

Warmer Tag

Tage der Hoffnung

Oktobertage

Und dann

Mit dem Sohn

Im Freien

Auf hölzernen Stühlen

Am gedeckten Tisch

Würzig Gebratenes

Tomaten und Fladenbrot

Armut tischt auf

Verschwenderisch

Sprechen

Über den Tag

Und die Tage

Die kommen

Die guten Tage

In den guten Zeiten

Die kommen werden

Und jetzt schon lachen

Vorwegnehmen

Die Freude

Der kommenden Tage

Armut deckt den Tisch

Heute Verschwenderisch

Genug ist immer da

Brot und Fleisch

Und

Sonne

Hinter bunten Bäumen

Gelbe Astern auf den Terrassen

Blühende Rosen

An wilden Sträuchern

Kein Hauch und Wind

Oktobertage

Warme Tage


Wilfried Krüchten

06. Oktober 2005




Heimkehr

ein Gedichtzyklus - Ausschnitte



Heimkehr

Prolog

Ich wollte nur eine Rast einlegen

Einen Moment nur verschnaufen

Auf meiner endlosen Reise

Durch die Welten und die Zeiten

Mich auf eine Höhe hocken

Um das Treiben des Lebens

Für eine kleine Weile zu betrachten

Auf diesem staubigen Planeten

Am Rande aller Welten.

Ich sah sie durch ihre Endlichkeit gehen

Die Wesen dieser Erde, die Menschen,

Die Tiere und die Pflanzen,

Sah ihr Werden und Ihr Vergehen,

Spürte ihr Verlangen und ihre Angst

Ihre Liebe und Ihre Leidenschaft

Litt an ihren Kriegen wie sie selbst.

Wurde mit jedem von ihnen geboren

Bin mit jedem von ihnen gestorben.

Ich stieg von meiner Höhe

Auf der ich hockte und

Ging zu ihnen, den Menschen,

Den Tieren und den Pflanzen

Den lebendigen Wesen auf

Diesem staubigen Planeten

Am Rande aller Welten.

Habe meine Unsterblichkeit abgestreift

Und gegen die sterbliche Liebe getauscht

Die mich nun eint

Mit den Wesen dieser Erde,

Den Menschen, den Tieren

Und den Pflanzen

Den lebendigen Wesen auf

Auf diesem staubigen Planeten

Verloren am Rande aller Welten.



 

Verstehen


Ich gehe den Weg

Der auch Dein Weg ist

Der steile Weg

Zum Gipfel des Berges

Wo sich der Blick öffnet

Über das weite Land

Und den klaren Himmel

Bis zum blau glitzernden Meer

Am Rand dieser Welt

Ich gehe Deinen Weg


Du gehst den Weg

Der auch mein Weg ist

Packe ins Reisegepäck

Erfrischendes Quellwasser

Und sättigendes Brot

Genug für die Rast am Abend

Wenn wir müde umschlungen

Fallen in traumlosen Schlaf

Du gehst meinen Weg


Wir gehen unseren Weg

Je höher wir steigen

Umso leichter der Schritt

Befreit vom Dunst

Der dunklen Täler

Aus denen wir aufsteigen

Atmen wir die lebendige Luft

Folgen barfuss dem Weg

Der aufwärts führt

Wir gehen unseren Weg


Wir sind den Weg gegangen

der unser Weg war

bis zum Gipfel des Berges

wo unser Blick streift

Über das weite Land

Und den klaren Himmel

Bis zum blau glitzernden Meer

Am Rand dieser Welt

Wir sind noch nicht

am Ende des Weges

 



Bitte

"bitte schreib mir noch was Schönes."
deine so zärtlich gesprochenen Worte
sind natürlich eine Aufforderung,
der ich gerne nachkomme.
Doch wie soll ich Dir schreiben,
was ich alles für Dich empfinde,
wenn auf einmal die
eigenen Worte nicht ausreichen,
es auszudrücken,
wenn ich auf einmal fassungslos
vor mir selber stehe,
alles nicht begreifen kann,
weil das,
was ich für Dich fühle,
wie eine Welle über mich kommt,
mich aber nicht
fortreißt ins Ungewisse,
sondern an den Strand
der Erkenntnis spült,
wo ich mich
auf dem nassen Sand erhebe
und
Ich bin Ich
und erkenne Dich.


Wil Krüchten, Juni 2006 




Nacht

Abfolge von Stunden

Nach Sonnenuntergang

Bis zum Erwachen der Sonne

Stete Wiedergeburt


Nacht

Endlose Stunden

Immerwährendes Dunkel

Tage ohne Licht

Lebloses Leben


Wil Krüchten

Juni 2004

 



 

gemeinsam mit Monika Behrens, die das Bild gemalt hat.


 


 


 






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